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NARRENBAUMSTELLEN

Narrenbaum holen

"Ein schöner Baum... 




 



 

...und bolzen gerade" 




 



Das Umzügle




 



 



 



 



 



 



 



 



 



Das Narrenbaumstellen




 

Fest im Griff 




 



 



 



 



 

Die Narren aus Haßmersheim "lassen den Zumsel hochleben"




 



Zum Jubiläum wie 22 aussehen



Auch im Jubiläumsjahr sind die Käfer Feuer und Flamme: Beim Narrenbaumstellen in Ittlingen am Samstagnachmittag durfte das Entzünden der Fackeln nicht fehlen - natürlich in zünftigem Gewand.

Ittlingen - Die Narren halten es, wie jeder weiß, gern mit Schnapszahlen. Drum lässt der 22. Geburtstag der Ittlinger Käfer und die 55. Prunksitzung am Rosenmontag auf eine besonders spaßintensive Kampagne hoffen. Für Ittlinger Karnevalisten ist der Besuch zumindest einer der beiden großen Prunksitzungen ungebrochene Narrentradition.

Hartgesottene

"Seit ich denken kann, sind wir jedes Jahr dabei", lassen Fatima Oliveira und ihre Tochter Romina wissen. Dazu gehören schon Rituale im Vorfeld wie das Kartenkaufen am Samstagnachmittag in der Festhalle, das im Rahmen des traditionellen Narrenbaumstellens vor dem Ittlinger Rathaus erledigt wird. Von der ersten Stunde an betreut diesen Kartenvorverkauf neben anderen Käfern die Ittlingerin Regine Feidengruber. Sie erinnert sich an ganz Hartgesottene, die bereits am Vorabend "vor der Halle campierten, um ja gleich im Licht des nächsten Tages an die begehrten Karten heranzukommen". Ein Ritual, das stets mit viel Tee und Glühwein gepflegt wurde. In dieser Saison kamen nach den Worten von Regine Feidengruber die ersten Narren morgens um acht, was zeigt, dass das gemeinsame Einläuten der fünften Jahreszeit auch 2010 noch eine wichtige Rolle einnimmt.

Zwei Sitzungen

Aus ursprünglich drei sind zwar inzwischen zwei große Prunksitzungen geworden, auch den Narren sitzt der Geldbeutel wohl nicht mehr so locker. Regine Feidengruber und ihre Mit-Zumsel Jaqueline Boehm sind dennoch zuversichtlich: "Die, die zu uns zum Feiern kommen, sind meist auch richtig mit vollem Herzen dabei", erklären sie. Mit dem Verteilen ihres Zumsels, des selbst gemachten magischen Likörgebräus aus 44 Kräutern, sind die Zumselweiber wieder gern bereit, auch in dieser Kampagne in Sachen Lockerheit nachzuhelfen. Je näher sich die Zeiger auf 16.11 Uhr zubewegen, umso mehr herrscht Aufbruchstimmung bei den Käfern im Vorverkauf. Schließlich soll im Rahmen eines "kleinen Umzügles" der schlaksig schlanke, aber dafür umso längere Narrenbaum aus Ittlinger Wäldern, geschlagen und getragen von den Elferräten, vor das Rathaus wandern und dort aufgestellt werden.

Rausgeputzt haben sich dazu nicht nur die Prinzen- und die Käfergarde. Das Ittlinger Prinzenpaar, Prinzessin Eva I. und Prinz Jan I., darf nicht fehlen, als Schultes Achim Heck den Rathausschlüssel bis Aschermittwoch aus der Hand geben muss. "Und tut der Schritt auch weh, so vertrau ich doch dem ICC", erklärt er in seiner närrischen Ansprache. Zum Jubiläum will er "wie 22 aussehen", schmunzelt Heck, und alles schmunzelt mit ihm. In Ittlingen füllt sich die Hauptstraße vor dem Amtsgebäude mit Schaulustigen, verkleideten Kindern und Faschings gelaunten Erwachsenen. Das Fanfarencorps aus Pfaffenhofen pustet ihnen zum ersten Mal in dieser fünften Jahreszeit die Ohren aus.

Von Susanne Walter

Kraichgau-Stimme 25.01.2010


 

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